Basketballregeln – Teil 2

Kommen wir nun zu der Spielweise. Der Ball darf nur mit den Händen getippt, gerollt oder geprellt werden. Man darf aber weder mit dem Ball laufen, ihn treten oder mit der Faust schlagen, zufällige Berührungen werden jedoch nicht geahndet.

Man muss beim Fortbewegen mit dem Ball folgendes beachten:
· erst dribbeln, dann laufen
· der Ball darf nicht von unten gedribbelt werden
· der Ball darf während des Dribbelns nicht in beide Hände genommen werden bzw. von beiden Händen berührt werden
· stehen bleiben, den Ball in beide Hände nehmen und dann weiterdribbeln ist ein Schrittfehler

Ballverlust-Strafen

Diese so genannten Schrittfehler werden durch Ballverlust bestraft. Bälle, die Außerhalb vom Basketball Spielfeld landen (oder wenn ein Körperteil des sich im Ballbesitz Befindenden den Boden hinter den Begrenzungslinien berührt), werden ebenfalls mit Ballverlust bestraft. Die Fünf-Sekunden-Regel führt auch zum Ballverlust: Wenn ein Spieler, der in Ballbesitz ist, sich nicht innerhalb von 5 Sekunden vom Ball trennt, erhält die gegnerische Mannschaft einen Einwurf. Ein Einwurf wird immer vom Spielfeldrand getätigt. Dann gibt es noch die Acht-Sekunden-Regel, die besagt, dass wenn eine Mannschaft, die im Rückfeld in Ballbesitz gelangt ist, nicht innerhalb von 8 Sekunden den Ball über die Mittellinie bringt, die gegnerische Mannschaft einen Einwurf von der Mittellinie bekommt. Die vorletzte Regel, die zum Ballverlust führt, nennt man das Rückspiel: Wenn eine Mannschaft sich im Vorfeld befindet, dann darf der Ball nicht zurück über die Mittellinie in das Rückfeld gespielt werden, ansonsten droht ein Ballverlust.
Die letzte Regel ist die 24-Sekunden-Regel, von der ich oben sprach: Die Mannschaft, die in Ballbesitz ist, muss innerhalb von 24 Sekunden ihren Angriff abgeschlossen haben, das bedeutet entweder auf den Korb geworfen, den Ring berührt oder einen Ausball vom Gegner verursacht zu haben. Andernfalls bekommt die gegnerische Mannschaft einen Einwurf.

Freiwürfe

Und wann gibt es einen Freiwurf? Freiwürfe gibt es bei einem technischen Foul oder einem persönlichen Foul des Gegners.
Ein technisches Foul ist simpel unsportliches Verhalten: Gepöbel in Richtung Gegenspieler, provozierende Gesten, Missachtung der Autorität des Schiedsrichters verursachen ein technisches Foul. Hier gibt es einen Freiwurf sowie einen Einwurf von der Seite. Das Foul wird dem jeweiligen Spieler angeschrieben.
Als persönliche Fouls werden Fouls mit Körperkontakt bezeichnet. Das sind zum Beispiel: Blockieren, sperren, halten, stoßen, rempeln des Gegners, Bein stellen, rohe Spielweise. Je nach Härtegrad erhält die Mannschaft ein bis drei Freiwürfe. Auch dieses Foul wird dem Spieler angeschrieben.

Rote Karte?

Nach fünf angeschriebenen Fouls wird der Spieler vom Spiel ausgeschlossen.
So, das waren die Regeln. Noch ein kleiner Hinweis: In der DBB (Deutschen Basketball-Bundesliga) spielt man nicht nach den Regeln der FIBA, sonder jenen der ULEB. Es gibt zwischen den Regelnwerken jedoch nur zwei kleine Unterschiede:
· In der BBL beginnt nur die erste Periode mit einem Sprungball, jede weitere Periode beginnt mit einem Einwurf von der Seitenlinie. Die Mannschaft, die den Sprungball gewinnt erhält auch den Einwurf in der letzten Spielperiode. Die andere Mannschaft in den mittleren beiden Perioden.
· Zwei zusätzliche Möglichkeiten zum Nehmen von Auszeiten (z.B. nach dem letzten erfolgreichen Freiwurf)
Dann kann es ja jetzt losgehen mit dem Basketball spielen! Ich hoffe, du hattest Spaß beim Lesen und hast auch einiges gelernt!

26.05.2011 | Thema: Regeln | Schlagwörter: , , , | Kommentare: Kommentare deaktiviert