FC Bayern Basketball
Mit dem FC Bayern Basketball wächst eine neue Supermacht an der Isar heran
Man muss sich nicht für Fußball interessieren, um Bayern München zu kennen. Doch nicht jedem Sportfan ist ebenso bekannt, dass der FC Bayern Basketball spielt. Gut, das Hauptaugenmerk des Vereines liegt natürlich noch immer auf dem getretenen Ball. Aber auch dem Geworfenen will man sich nun widmen und eine schlagkräftige Truppe dafür aufbauen.
Der Meister begibt sich in den Ruheschlaf
Es ist eigentlich gar kein neumodischer Trend, dass der FC Bayern Basketball spielt. Denn immerhin wurde der Klub bereits 1946 gegründet und holte in den Jahren 1954 und 1955 die deutsche Meisterschaft. Doch änderte der Gesamtverein anschließend seine Ausrichtung: So flossen alle finanziellen Mittel in die Fußballabteilung der Bayern. Und das mit Recht, wie die Erfolge zeigen sollten. Allerdings gerieten damit die anderen Sportarten in Vergessenheit, die zuvor beim FC Bayern München ausgeübt werden konnten. Zu ihnen zählte auch der Basketball, der nun also ein wenig in der Versenkung verschwand und bis in die Niederungen der Regionalliga durchgereicht wurde.

Foto: DBB/Camera 4.
Der Fahrstuhlverein aus München
Anschließend geschah etwas, was der Fußballabteilung der Bayern vermutlich nie passieren wird: Die Basketballer stiegen mehrfach von den unteren Ligen in die höheren auf, nur um dort festzustellen, dass sie dafür zu schwach sind und somit den erneuten Rückzug hinnehmen müssen. So ging es jahrelang auf und ab, einem Fahrstuhl gleich, der mal in die höchste und mal in die tiefste Etage fährt. Der Grund dafür lag in den finanziell begrenzten Mitteln. Es wäre den Geldgebern des Vereins nicht zu vermitteln gewesen, dass der FC Bayern Basketball spielt. Wozu auch, wenn alle Anstrengungen dafür verwendet wurden, die Fußballer international zu größten Titeln zu führen? Und so begnügte man sich damit, mal etwas weiter unten zu spielen und in einigen guten Jahren vielleicht sogar in die Bundesliga aufzusteigen.
Der Weg an die Spitze
Doch hat sich dieses Dilemma in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die Bayern kümmern sich wieder verstärkt um ihre Basketballer. Und das mit einem Paukenschlag, denn niemand Geringeres als Bundestrainer Dirk Bauermann übernahm die Korbjäger im Jahre 2010 und erreichte mit ihnen prompt den Aufstieg. Wo es in den kommenden Jahren hingehen soll, ließ Vereinspräsident Uli Hoeneß unlängst wissen, als er auf den wahrscheinlichen Spielerstreik der NBA angesprochen wurde: Wenn es der deutsche Superstar Dirk Nowitzki in Erwägung ziehen sollte, zur Erlangung der Spielpraxis kurzzeitig in der deutschen Liga zu spielen, so würde man es sich als FC Bayern nicht nehmen lassen, ein solches Kaliber zu verpflichten. Große Worte und hohe Ziele – denen in Bayern allerdings meist auch große Taten folgen.