Skyliners Frankfurt
Die Skyliners Frankfurt – Basketball aus der Mainmetrophole
Wie gelingt es eigentlich, aus einem kleinen Provinzverein einen schlagkräftigen Klub zu errichten, der um Titel spielen kann und keine Konkurrenz fürchten muss? Die Skyliners Frankfurt dürften hierfür das beste Vorbild sein, immerhin schafften sie genau diese Verwandlung. Doch der Weg dorthin war schwierig und benötigte viel Hilfe von außen.
Von Bad Honnef in die weite Welt
Ursprünglich war der Verein unter einem anderen Namen in der gerade einmal 25.000 Einwohner umfassenden Kleinstadt Bad Honnef beheimatet. Als Ziel wurde damals jedoch schon der nationale Titel ausgegeben. Allerdings ließen sich die Sponsoren nicht in die Provinz locken. Und damit fehlten die Argumente, um starke Spieler holen oder die Strukturen der Mannschaft professionell aufbauen zu können. Einzig der Umzug in eine Großstadt schien lohnenswert. Folglich ging es an den Main, wo sich die Skyliners Frankfurt in der Bankenmetropole gründeten. Das war im Jahre 1999 und somit zu einem Zeitpunkt, da Alba Berlin gerade die Basketballliga dominierte und neue Konkurrenz belebend für den Sport sein konnte.
Mit finanzieller Unterstützung zum Titel
Überraschend schnell hatten sich die Skyliners Frankfurt in der Liga eingelebt. Im Jahr des Debüts konnte direkt der Pokal gewonnen werden und auch die sonstigen Leistungen ließen sich sehen. Umso bemerkenswerter war das, weil das ursprüngliche Team aus Bad Honnef auf mehreren Positionen umgestellt werden musste, um überhaupt konkurrenzfähig sein zu können. Eine Herausforderung, die auch in den Folgejahren zu bewältigen war. Denn mehrfach wechselte der namensgebende Sponsor des Vereines, wodurch eine Änderung der Möglichkeiten einherging. Erfolgreiche und schwache Spielzeiten wechselten sich ab, fanden aber in der Meisterschaft des Jahres 2004 ihre Krönung. Auch auf internationalem Parkett waren durchwachsene Spiele zu bewundern. Den Sprung zur echten Topmannschaft, die konstant um Titel spielen kann, bewältigte Frankfurt dabei jedoch nicht.
Eine bemerkenswerte Historie
Doch sind es nicht immer nur die Pokale, die einen Verein zu dem werden lassen, was er ist. Häufig sind es die Randgeschichten, die das sprichwörtliche Salz in der Suppe darstellen. So etwa jene des Nationalspielers Pascal Roller, der – abgesehen von einem einjährigen Auslandsaufenthalt – vom Gründungsjahr 1999 bis zu seinem Karriereende im Jahre 2011 dem Verein angehörte und dafür finanziell wie sportlich lukrativere Angebote der Konkurrenz ausschlug. Oder jene des kroatischen Spielers Mario Kasun. Er fand seinen Weg direkt von Frankfurt in die nordamerikanische Profiliga NBA, wo er zwei Jahre lang für die Orlando Magic auflief. Auch ohne die Vielzahl an Titeln gehören die Skyliners Frankfurt zu den interessanten Vereinen der Liga. Nicht jeder Betrachter hätte das dem ehemaligen Provinzverein tatsächlich zugetraut.