Dream Team
Das Dream Team von Olympia 1992
Gerade die Partien in der NBA bieten häufig genau jene Highlights, die die Basketballfans so mögen. Allerdings formierte sich zu den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona eine US-amerikanische Mannschaft, die alle bisherigen Leistungen überbieten und spielerische Bestmarken für die Ewigkeit aufstellen sollte. Die Goldmedaille, die das sogenannte Dream Team am Ende des Turnieres gewann, war fast schon ein schmückendes Beiwerk der spielerischen Dominanz.
Auf dem Weg nach Barcelona
Eigentlich war es gemäß der Regeln des Olympischen Komitees für die USA nur möglich, eine Mannschaft aus College-Spielern zu dem Wettbewerb zu schicken. Denn im Gegensatz zu den Profis verfügten sie über den erforderlichen Amateur-Status. Doch wenige Jahre vor den Weltspielen in Spanien kippte diese Norm und der Weg für die Topstars war damit frei. Schnell hatten diese auch ihre Teilnahme zugesagt, um die Goldmedaille für die eigene Nation zu gewinnen. Denn um etwas anderes ging es von Anfang an nicht. Ein zweiter Platz oder eine Niederlage in einem der Spiele wäre niemandem zu vermitteln gewesen.
Einer für alle, alle für einen
Und so reisten die Vereinigten Staaten mit einer Mannschaft nach Barcelona, die von Stars wie Jordan über Pippen oder Bird bis hin zu Johnson, Ewing oder Malone alles aufbot, was der Basketball damals nur hergab. Natürlich war das ein Team, das Gold pflichtgemäß erringen musste. Die Schwierigkeiten lagen aber darin, die persönlichen Hürden zu überwinden. So galten etwa Bird und Johnson sowie Barkley und Jordan als teils erbitterte Rivalen, bei denen es nicht nur um sportlichen Ruhm, sondern auch um die Ausgestaltung von Werbeverträgen ging. Dennoch vereinte das Dream Team die besten Spieler der vorangegangenen 80er Jahre mit den künftigen Stars der 90er. Die Mischung des Kollektivs ließ persönliche Reibereien nicht zu.
Mit Dominanz zu Gold
Die Ergebnisse des Turnieres konnten sich dann auch mehr als sehen lassen. Das Dream Team gewann die Spiele nicht einfach, sondern deklassierte die Gegner. Kein Duell wurde mit weniger als 31 Punkten Unterschied gewonnen. Kunstwürfe jenseits der Vorstellungskraft fanden regelmäßig ihr Ziel. Die starke Defensive ließ nur wenige Körbe des Gegners zu, trieb aber die gnadenlose Offensive an, die dem anderen Team keinerlei Chancen ließ. Die Trainer der US-Amerikaner nahmen während der gesamten Olympiade keine einzige Auszeit. Es schien zwischen Coaches und Spielern ein unsichtbares Band der Einigkeit zu geben. Und auf diesem wurde der Ball von Korb zu Korb und von Erfolg zu Erfolg getragen. Eine Leistung, die der Basketballsport weder zuvor noch anschließend in ähnlichem Ausmaß bewundern durfte.