Ricky Rubio
Ricky Rubio – Dem jungen Megatalent aus Spanien gehört die Zukunft
Es gibt Spieler, die scheinen dem Basketball schon seit vielen Jahren ihren Stempel aufzudrücken. Betrachtet man dann aber ihr Alter, so möchte man angesichts der geringen Zahl beinahe ungläubig zurückschrecken und nicht wahrhaben wollen, wie jemand in derart jungen Jahren schon so erfolgreich gewesen sein kann. Einer von ihnen ist der Spanier Ricky Rubio.
Als Kind zum Weltstar
Es war das Jahr 2005, als sich in der spanischen Basketballliga ACB etwas Sonderbares ereignete. Zwischen all den gestandenen Spielern und robusten Körpern schnappte sich plötzlich ein Kind von 14 Jahren den Ball und zog zum Korb. Vielleicht ein Fan, der die Gunst der Stunde nutzte und einmal das heilige Parkett betreten wollte? Mitnichten, denn der Junge trug die Ausrüstung des Teams aus Badalona – und er gehörte ihm an. Bei dem Spieler handelte es sich um den spielstarken Schüler Ricky Rubio, dem das Talent zum Weltstar schon auf den ersten Metern der Karriere anzusehen war. Es verwunderte daher auch nicht, dass er in allen Jugendteams auf sich aufmerksam machte und für einen Einsatz bei den Profis empfahl.
Das lange Ringen
Rubio sammelte bei seinem Verein zunächst Titel um Titel und es war irgendwann nur noch eine Frage der Zeit, wann er den Weg in die NBA wagen würde. Dass er diesen geht, schien vielen Beobachtern klar, denn zu deutlich hob sich der Spieler von seinen Kollegen und Konkurrenten in Spanien ab. Im Jahre 2009 war es dann auch soweit. Jedenfalls glaubten es alle. Ricky Rubio wurde zunächst von den Minnesota Timberwolves im Draft ausgewählt. Der Wechsel zerschlug sich anfangs allerdings, da der Verein aus der Nähe Kanadas die hohe Ablöse nicht bezahlen konnte. Denn Rubio hatte bis dahin nicht die Freigabe von seinem Klub erhalten.
Der Wunderknabe startet durch
Doch gibt es nicht viele Teams, die für einen derart begnadeten Spieler interessant sind. Und die seine schon in geringem Alter hohen Forderungen erfüllen können. Ricky Rubio wechselte daher zunächst innerhalb Spaniens zur Basketballabteilung des glorreichen FC Barcelona. Auch hier errang er Titel und Triumphe. Im Juni 2011 wurde die Einigung mit den Timbervolves allerdings bestätigt. Der Spieler wechselt damit zur Saison 2011/12 in die nordamerikanische Profiliga NBA. Aber auch das ist von Hindernissen begleitet. Denn gegenwärtig ist nicht gänzlich geklärt, ob die Spielzeit wegen eines angedrohten Spielerstreikes überhaupt durchgeführt werden kann. Rubios endgültiger Durchbruch auf internationaler Bühne verzögert sich daher noch ein wenig. Einstweilen wird er aber wohl das spanische Nationalteam zum Erfolg bei der Europameisterschaft 2011 führen wollen.