Tony Parker
Tony Parker ist der Kopf des französischen Teams
Man mag es kaum glauben, doch Dirk Nowitzki ist nicht der einzige Europäer, der erfolgreich in der NBA Fuß gefasst hat. Würde man ein Allstar-Team der momentan aktiven europäischen Spieler bilden, so müsste man gewiss auch Tony Parker wählen. Der kleine Franzose ist der Motor seiner Nationalmannschaft und der San Antonio Spurs.
Schlechte Voraussetzungen
Wer sagt eigentlich, dass eine Karriere in der NBA stets verheißungsvoll beginnen muss? Bei Tony Parker jedenfalls wurde sie zunächst von schlechten Rahmenbedingungen begleitet. Denn mit einer Körperlänge von nicht einmal 1,90 Meter hatte es der Aufbauspieler bereits bei seinem Heimatverein schwer, um Anerkennung zu ringen. Doch setzte er sich bei Paris Basket Racing letztlich dank seiner überragenden Technik durch. Hilfreich war zudem Parkers physische Kraft. Als unermüdlicher Antreiber lenkte er das Spiel seiner Mannschaft. Ein Talent, das natürlich nicht verborgen blieb. Der Anmeldung zum Draft für die nordamerikanische Profiliga NBA folgte allerdings eine kleine Enttäuschung: Der Franzose wurde lediglich auf Platz 28 gewählt, was nicht gerade von viel Vertrauen in sein Talent zeugte.
Der Durchbruch
Ausgewählt wurde er von den San Antonio Spurs im Jahre 2001. Jenem Team also, das zum damaligen Zeitpunkt mit David Robinson einen überragenden Spieler in seinen Reihen hatte. Er bildete das kongeniale Duo mit Tim Duncan. Schon der Meistertitel 1999 bestätigte die hohen Ambitionen dieser Mannschaft. In ihr musste sich Tony Parker jedoch erst zurechtfinden. Und das gelang ihm überraschend schnell. Sehr rasch erkämpfte er sich einen Platz als Stammspieler und steigerte von Saison zu Saison seine Leistung spürbar. Schon bald war er es, der den Takt vorgab und ab 2003 auch den Verlust von David Robinson kompensieren konnte. In dessen Fußstapfen trat Parker nun selbst und wurde zum überragenden Spieler seines Teams.
Glanz und Gloria
Doch wer in der NBA keine Titel erringt, der wird nie zur Legende. Allerdings war das für Tony Parker kein Hindernis. Denn allzu lange musste er auf seine erste Meisterschaft nicht warten: Bereits im Jahre 2003 gewann er sie. 2005 und 2007 folgten zwei weitere Triumphe, die den Franzosen unsterblich werden ließen. Ein Ruhm, der natürlich seine Reize hat. So war Parker zwischen 2007 und 2011 mit der Schauspielerin Eva Longoria verheiratet. Doch mehrfach kriselte es bei dem Paar, diverse Gerüchte machten die Runde. Demnach war nie ganz klar, wer wen betrogen haben soll und wie eng die Verbindung der beiden eigentlich tatsächlich war. Doch kann auch das nichts an den Erfolgen Parkers schmälern: Der kleine Franzose zählt zu den Großen des Basketballs.